ERKLÄRUNG DER AKTIVEN IM OHLE ZU DEN PLÄNEN,MENSCHEN AUS DEUTSCHLAND ZU VERTREIBEN

Am 15.02.2024 hat der Hausbeirat des „OHLE“ folgende Erklärung beschlossen:

Das OHLE ist ein Haus der Begegnung für Menschen im Stadtteil Poppenbüttel.

Wir, die aktiven ehrenamtlichen und hauptamtlichen Menschen im OHLE setzen uns für die aktive Integration von geflüchteten Menschen ein. Bestrebungen, Menschen wegen ihrer Herkunft und ihres Engagements für Geflüchtete aus Deutschland zu vertreiben, sind für uns nicht mehr mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vereinbar.

Schon einmal wurden Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Geschlechtes, ihrer Religion und ihrer sexuellen Orientierung in Deutschland verfolgt und getötet. Faschismus und Rassismus hat keinen Platz im OHLE.

Im OHLE sind Menschen herzlich willkommen die für die Einhaltung der Menschenrechte, für Toleranz und gegen Rassismus eintreten, egal wo sie leben. Toleranz hat für uns dort seine Grenzen, wo Menschen oder Organisationen die demokratischen Grundsätze wie sie im Grundgesetz stehen durch ihr Handeln und ihre inhaltlichen Programme infrage stellen.

Politische Bildung um seine Rechte als aktiver Mensch in der Demokratie wahrzunehmen, ist ein Teil unserer Arbeit im OHLE. Wir setzen uns im OHLE dafür ein, dass die Menschen in die Lage versetzt werden ihre Rechte für eine demokratische Gesellschaft ohne Hass, Hetze und Falschinformation wahrzunehmen.

Die AfD und Organisationen, die den demokratischen Konsens wie er im Grundgesetz steht, infrage stellen, sind eine Gefahr für die Demokratie.

Wir sind der Überzeugung, dass Menschen nur friedlich zusammenleben können, wenn sie als Menschen wahrgenommen werden ohne Rücksicht auf Nation, Geschlecht, Religion. Nur wenn Menschenrechte eingehalten werden, kann ein Weg für Frieden gefunden werden.

Wir stehen für Vielfalt, Demokratie und Integration. Das Grundrecht auf Asyl muss erhalten bleiben und darf nicht weiter eingeschränkt oder infrage gestellt werden.

Die Erfolge der AfD, einer in weiten Teilen rechtsextremen Partei, zeigen wie aktuell das Thema ist. Was können wir tun, damit Integration & Vielfalt erhalten bleibt?

Pressemitteilung vom Landesflüchtlingsrat und PRO ASYL: Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und eine starke Zivilgesellschaft müssen gerade jetzt verteidigt werden

Flüchtlingsschutz unter Druck: „Wir werden das Feld nicht den Rechtsextremen überlassen“. Die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL sind sich einig: Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und eine starke Zivilgesellschaft müssen gerade jetzt verteidigt werden.  Das hat der Landesflüchtilingsrat und PRO ASYL am 18.9.2026 in einer Pressekonferenz in Halle (Saale) betont.

Link zur ausführlichen Pressemitteilung: https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2026/09/pm-menschenrechte-verteidigen/

Link zur Website des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt. Dort findet Ihr auch Kontaktadressen. Gerade nach der Wahl in Sachsen-Anhalt benötigt die Zivilgesellschaft unsere Unterstützung: https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/kategorie/aktuell/

Poppenbüttel Hilft e. V. fordert ein Verbot der AfD

Brief von Martin Lindt an den Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Der Vorsitzende unseres Vereins „Poppenbüttel Hilft e. V.“ hat Herrn Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg aufgefordert sich für ein Verbot der AfD einzusetzen. Martin Lindt fordert Hamburg auf, in der Öffentlichkeit die Bundesratsinitiative zu unterstützen, die die Prüfung eines Verbots der AfD beim Bundesverfassungsgericht anstrebt.

Argumente für ein Verbot der AfD sind im ausführlichen Gutachten der GFF zusammengestellt, so Martin Lindt. „Es ist jetzt wichtig, dass alle Menschen guten Willens zusammenstehen. Das ist auch ein Zeichen der Solidarität mit den zu uns Geflüchteten, die den berechtigten Anspruch haben, hier in Sicherheit und ohne Angst leben zu können.“ Die GFF, Gesellschaft für Freiheitsrechte, hat am 25. Juni 2026 ein Gutachten vorgelegt. Danach ist die Partei AfD nachweislich verfassungswidrig.

Den Wortlaut des Briefes von Martin Lindt könnt ihr hier als pdf Datei downloaden:

Brief Martin Lindt an Dr. Peter Tschentscher

Was ist die Gesellschaft für Freiheitsrechte?
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Sie bezeichnet sich selbst als „Rechtsschutzversicherung für das Grundgesetz“. Mit Klagen wie vor dem Bundesverfassungsgericht würden Grund- und Menschenrechte verteidigt. Erklärtes Ziel der GFF ist es, Freiheit und Demokratie vor Einschränkungen zu schützen und Bürgerrechte gegenüber dem Staat zu verteidigen.
Link zur Website der GFF: https://freiheitsrechte.org/
Link zum Gutachten der GFF: https://freiheitsrechte.org/themen/starke-grundrechte-fuer-eine-lebendige-demokratie/afd-gutachten

Die GFF finanziert sich nach eigenen Angaben durch fast 5.000 Fördermitglieder sowie aus Spenden.

INFOVERANSTALTUNG ZU VERÄNDERUNGEN IM ASYLRECHT

im OHLE-Begegnungshaus 5.6.2026

Der Verein „Poppenbüttel Hilft.e.V.“ veranstaltete diesen Abend, damit sich Betroffene aus der Ohlendiekshöhe und Interessierte aus dem Stadtteil informieren und im Gespräch über das sehr aufgeladene Thema MIGRATION austauschen konnten.

Für juristische Informationen, Fragen und Einordnungen von erlebten Situationen war die Rechtsanwältin für Asylfragen Frau Mailin Loock dazu eingeladen.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Martin Lindt, führte ins Thema ein, indem er auf die europaweite Verschärfung des Asylrechts, neue Grenzkontrollen, Zurückweisungen an deutschen Grenzen, Abschiebungen in Drittländer, sowie die Betrachtung Geflüchteter als Sicherheitsrisiko und Belastung unseres Sozialsystems zu sprechen kam. Dabei gehe es meist nur um abstrakte Zahlen.

Der Verein und viele Bewohner und Bewohnerinnen im Stadtteil betrachten Geflüchtete hingegen als Menschen in Not, die mit ihren Familien und Nachbarn hier in Frieden, Sicherheit und Würde leben und arbeiten und ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten wollen.

Zwei Frauen aus verschiedenen Regionen Syriens und ein Mann aus Afghanistan, die schon seit vielen Jahren mit ihren Familien in Deutschland leben (und z.T. schon einen deutschen Pass haben), berichteten von ihren Reisen und/oder Kontakten in ihre Heimatländer und die Lebensumstände, die sie vorgefunden hatten. Es waren dies keine Urlaubsreisen, sondern Versuche, vermisste Familienmitglieder zu finden und (Groß-)Eltern nach vielen Jahren wiederzusehen.

Aus allen Berichten sprach die Erschütterung über den Zustand ihrer ehemaligen Wohnorte: In Syrien ist es u.a. die kriegsbedingte komplette Zerstörung ganzer Orte oder Stadtteile, das Fehlen lebensnotwendiger Güter wie Nahrung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Kleidung, Schulbildung, Sicherheit, Arbeit. Eine staatliche Verwaltung und die nötige  Rechtsstaatlichkeit müssen erst aufgebaut werden.

In Afghanistan wurde die Schutzlosigkeit, besonders von Mädchen und Frauen, das Fehlen einer anerkannten und funktionierenden Regierung, sowie der nötigen Rechtsstaatlichkeit betont. Stattdessen leben die Menschen in der permanenten Gefahr willkürlicher Verhaftungen/Tötungen von Seiten der Taliban. Wie in Syrien macht das Fehlen lebensnotwendiger Güter (s.o.) die Lage im Land zunehmend schwieriger.

Frau Loock berichtete von vielen Asylverfahren, in denen sie Geflüchtete vertreten hatte oder noch vertritt und sagte, wie schwer es sei, gegen Krimininalisierung, Vorurteile, realitätsferne Unterstellungen durch die Politik und in der Folge auch durch die Gerichte, die hilfesuchenden Menschen mit ihren Rechten ins Zentrum zu rücken. Die Verfahren würden meist nur von einer Richterin/einem Richter entschieden und es gäbe keine II.Instanz zum Widerspruch. Auch, dass die deutsche Regierung eine afghanische Botschaft mit Taliban als Diplomaten akzeptiere, um für Abschiebungen Pässe ausstellen zu lassen, sei rechtlich fragwürdig.

Am Ende des Abends waren viele Fragen beantwortet, aber viele mussten offenbleiben.

Wie das GEAS, das bereits beschlossene Gemeinsame Europäische Asylgesetz umgesetzt wird, ist noch nicht entschieden.

Jedoch waren sich die Anwesenden einig:

Alle Eltern, Geflüchtete und Nichtgeflüchtete, wollen für ihre Kinder die bestmögliche Zukunft.

Geflüchtete haben hart zu kämpfen – sie wollen die deutsche Sprache lernen, ihre Kinder aufziehen, Arbeit finden, ein neues Land kennenlernen, müssen viele Anträge ausfüllen.

Sie wollen von den Deutschen lernen, wie man ein Land wieder aufbaut, sagte ein Afghane. Davon könnte Deutschland langfristig mehr profitieren als von einer kurzsichtigen Kampagne gegen Geflüchtete und MigrantInnen.

Poppenbüttel Hilft e. V. feierte zehnjähriges Bestehen

Am Samstag, 15. November, feierte der Verein Poppenbüttel hilft e.V. im CVJM-Begegnungshaus OHLE sein zehnjähriges Bestehen und blickte zurück auf viele Jahre erfolgreicher Integrationsarbeit im Stadtteil. Anwesend waren neben Vereinsmitgliedern und geflüchteten Menschen auch Senator Andreas Dressel, der seit vielen Jahren Schirmherr des Begegnungshauses OHLE ist und Vertreterinnen des Bezirks Wandsbek.

In allen Wortmeldungen wurde betont, wie wichtig für geflüchtete Menschen beim Ankommen hier neben sprachlicher Förderung und Unterstützung in Alltagsfragen auch das friedliche, mittlerweile freundschaftliche Zusammenleben im Quartier ist. Es ist dem Verein auch nach Einschätzung von Senator Dressel gelungen, in den zehn Jahren hier wesentlich zu einem friedlichen Miteinander der Menschen und Kulturen beizutragen, wofür er sich im Namen des Senats sehr bedankte. Mehrere geflüchtete Menschen betonten in ihren Äußerungen dankbar, wie sehr Ihnen der menschliche Kontakt zu Menschen hier und deren Unterstützung geholfen hat, sich hier zurecht zu finden und Gefühle von Einsamkeit und Verlorensein zu überwinden. Viele von Ihnen beteiligen sich jetzt aktiv an der Gestaltung des Begegnungshauses und des Quartiers.

Der Verein Poppenbüttel hilft e.V., wurde 2015 von Nachbarn der Unterkunft auf Initiative von Thomas Littmann gegründet und war wesentlich beteiligt am Aufbau und Betrieb des CVJM Begegnungshauses OHLE. Ziel war von Anfang an, den neu ankommenden Menschen aus fremden Kulturen wertschätzend zu begegnen und Möglichkeiten zu schaffen, sich gegenseitig kennen zu lernen und Schranken abzubauen. So wirkt Poppenbüttel hilft e.V. weiter einerseits unterstützend gegenüber geflüchteten Menschen bei Sprachförderung und Unterstützung in administrativen Fragen, andererseits aber auch durch Kulturarbeit in den Stadtteil hinein.Der um sich greifenden Fremndenfeindlichkeit sollte Menschlichkeit entgegengesetzt werden.

Hier klicken: Artikel aus der Wochenzeitung „MARKT“ 29./30.11.2025 als pdf-Datei

Zusammen und doch allein: Geflüchteten-Alltag in Hamburg

NDR Bericht vom 29.8.2025 über Integration in der Ohlendiekshöhe in Hamburg-Poppenbüttel

Link zum ausführlichen Bericht des NDR mit einem kurzen Filmbeitrag:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/zusammen-und-doch-allein-gefluechteten-alltag-in-hamburg,gefluechtete-144.html

Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung und Kommentare zum Bericht: E-Mail an Poppenbüttel Hilft e. V.

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