25.8.2026: 17.00-20.00 Uhr: Demokratiekonferenz in Wandsbek „Wie erreichen wir Engagierte?“

Liebe Aktive,

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie lebt vom Mitmachen, vom Zuhören und vom gemeinsamen Gestalten. Wir wollen im Gespräch bleiben und gemeinsam Ideen entwickeln.

Wir laden Euch herzlich ein zur diesjährigen Demokratiekonferenz in Wandsbek „Wie erreichen wir Engagierte?“ ein.

Die Eckdaten auf einen Blick:

  • Datum: Dienstag, 25. August 2026
  • Uhrzeit: 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
  • Ort: Theaterraum des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG)
  • Adresse: Witthöfftstraße 8, 22041 Hamburg-Wandsbek

Was erwartet Euch?

  • Markt der Möglichkeiten: Initiativen stellen sich vor (siehe unten)
  • Impuls und Vorstellung der Aktionsplattformen von Hamburg global
  • Arbeitstische:
  • Wie erreichen wir Personen aus anderen „Bubbles“?
  • Wie schaffen wir es, dass sich Menschen begegnen?- Wo sind Begegnungsräume?

Wie wollen wir vernetzt bleiben?

  • Vernetzung: Nutzen wir die Gelegenheit, uns mit anderen engagierten Menschen, Initiativen und Projekten aus dem Bezirk zu vernetzen.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. 

VORAB – WIR BENÖTIGEN EURE UNTERSTÜTZUNG – PLAKATE FÜR DEN MARKT DER MÖGLICHKEITEN

Ein Teil der Demokratiekonferenz wird es sein, dass sich alle teilnehmenden Vereine/Initiativen/Gruppen vorstellen können: der Markt der Möglichkeiten. Dazu soll es einheitlich gestaltete Plakate geben. Ein Beispiel dafür ist im Anhang.

Die Erstellung der Plakate wird wie folgt ablaufen: Bitte beantwortet die vier Fragen, die auf dem Plakat stehen (mit max. 700 Zeichen inkl. Leerzeichen) und schickt die Antworten per Mail an uns. Wir fügen die Antworten in die Plakate ein, lassen sie drucken und bringen sie zur Veranstaltung mit.

Die Vier Fragen sind:

  • Wer sind wir?
  • Was tun wir (Leuchtturmprojekt)?
  • Was brauchen wir?
  • Beantwortung „Oberfrage“: Wie erreichen wir Menschen?

Wenn ihr möchtet, könnt ihr euer Logo mitschicken, dann kommt das auch auf das Plakat.

Die Antworten müssen bis zum 7. Juli 2026 bei und eingehen, damit wir ausreichend Zeit für Rückfragen, Plakat-Design und Druck haben.

Anmeldung zur Demokratiekonferenz:

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um die Planung zu erleichtern, bitten wir um eine kurze Anmeldung bis zum 18. August 2026 unter: demokratie-leben-wandsbek@lawaetz.de

Der Theaterraum ist barrierefrei zugänglich. Solltet Ihr besonderen Unterstützungsbedarf haben, lasst es uns bitte bei der Anmeldung wissen.

Wir freuen uns auf Euer Kommen, Eure Perspektiven und einen lebendigen Austausch!

Bei Fragen, meldet euch gerne bei uns.

Herzliche Grüße vom LoPa-Team

Hanna Schweizer (BA Wandsbek), Linda Schädlich, Stefan Rudschinat (KuF)

INFOVERANSTALTUNG ZU VERÄNDERUNGEN IM ASYLRECHT

im OHLE-Begegnungshaus 5.6.2026

Der Verein „Poppenbüttel Hilft.e.V.“ veranstaltete diesen Abend, damit sich Betroffene aus der Ohlendiekshöhe und Interessierte aus dem Stadtteil informieren und im Gespräch über das sehr aufgeladene Thema MIGRATION austauschen konnten.

Für juristische Informationen, Fragen und Einordnungen von erlebten Situationen war die Rechtsanwältin für Asylfragen Frau Mailin Loock dazu eingeladen.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Martin Lindt, führte ins Thema ein, indem er auf die europaweite Verschärfung des Asylrechts, neue Grenzkontrollen, Zurückweisungen an deutschen Grenzen, Abschiebungen in Drittländer, sowie die Betrachtung Geflüchteter als Sicherheitsrisiko und Belastung unseres Sozialsystems zu sprechen kam. Dabei gehe es meist nur um abstrakte Zahlen.

Der Verein und viele Bewohner und Bewohnerinnen im Stadtteil betrachten Geflüchtete hingegen als Menschen in Not, die mit ihren Familien und Nachbarn hier in Frieden, Sicherheit und Würde leben und arbeiten und ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten wollen.

Zwei Frauen aus verschiedenen Regionen Syriens und ein Mann aus Afghanistan, die schon seit vielen Jahren mit ihren Familien in Deutschland leben (und z.T. schon einen deutschen Pass haben), berichteten von ihren Reisen und/oder Kontakten in ihre Heimatländer und die Lebensumstände, die sie vorgefunden hatten. Es waren dies keine Urlaubsreisen, sondern Versuche, vermisste Familienmitglieder zu finden und (Groß-)Eltern nach vielen Jahren wiederzusehen.

Aus allen Berichten sprach die Erschütterung über den Zustand ihrer ehemaligen Wohnorte: In Syrien ist es u.a. die kriegsbedingte komplette Zerstörung ganzer Orte oder Stadtteile, das Fehlen lebensnotwendiger Güter wie Nahrung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Kleidung, Schulbildung, Sicherheit, Arbeit. Eine staatliche Verwaltung und die nötige  Rechtsstaatlichkeit müssen erst aufgebaut werden.

In Afghanistan wurde die Schutzlosigkeit, besonders von Mädchen und Frauen, das Fehlen einer anerkannten und funktionierenden Regierung, sowie der nötigen Rechtsstaatlichkeit betont. Stattdessen leben die Menschen in der permanenten Gefahr willkürlicher Verhaftungen/Tötungen von Seiten der Taliban. Wie in Syrien macht das Fehlen lebensnotwendiger Güter (s.o.) die Lage im Land zunehmend schwieriger.

Frau Loock berichtete von vielen Asylverfahren, in denen sie Geflüchtete vertreten hatte oder noch vertritt und sagte, wie schwer es sei, gegen Krimininalisierung, Vorurteile, realitätsferne Unterstellungen durch die Politik und in der Folge auch durch die Gerichte, die hilfesuchenden Menschen mit ihren Rechten ins Zentrum zu rücken. Die Verfahren würden meist nur von einer Richterin/einem Richter entschieden und es gäbe keine II.Instanz zum Widerspruch. Auch, dass die deutsche Regierung eine afghanische Botschaft mit Taliban als Diplomaten akzeptiere, um für Abschiebungen Pässe ausstellen zu lassen, sei rechtlich fragwürdig.

Am Ende des Abends waren viele Fragen beantwortet, aber viele mussten offenbleiben.

Wie das GEAS, das bereits beschlossene Gemeinsame Europäische Asylgesetz umgesetzt wird, ist noch nicht entschieden.

Jedoch waren sich die Anwesenden einig:

Alle Eltern, Geflüchtete und Nichtgeflüchtete, wollen für ihre Kinder die bestmögliche Zukunft.

Geflüchtete haben hart zu kämpfen – sie wollen die deutsche Sprache lernen, ihre Kinder aufziehen, Arbeit finden, ein neues Land kennenlernen, müssen viele Anträge ausfüllen.

Sie wollen von den Deutschen lernen, wie man ein Land wieder aufbaut, sagte ein Afghane. Davon könnte Deutschland langfristig mehr profitieren als von einer kurzsichtigen Kampagne gegen Geflüchtete und MigrantInnen.

Poppenbüttel Hilft e. V. feierte zehnjähriges Bestehen

Am Samstag, 15. November, feierte der Verein Poppenbüttel hilft e.V. im CVJM-Begegnungshaus OHLE sein zehnjähriges Bestehen und blickte zurück auf viele Jahre erfolgreicher Integrationsarbeit im Stadtteil. Anwesend waren neben Vereinsmitgliedern und geflüchteten Menschen auch Senator Andreas Dressel, der seit vielen Jahren Schirmherr des Begegnungshauses OHLE ist und Vertreterinnen des Bezirks Wandsbek.

In allen Wortmeldungen wurde betont, wie wichtig für geflüchtete Menschen beim Ankommen hier neben sprachlicher Förderung und Unterstützung in Alltagsfragen auch das friedliche, mittlerweile freundschaftliche Zusammenleben im Quartier ist. Es ist dem Verein auch nach Einschätzung von Senator Dressel gelungen, in den zehn Jahren hier wesentlich zu einem friedlichen Miteinander der Menschen und Kulturen beizutragen, wofür er sich im Namen des Senats sehr bedankte. Mehrere geflüchtete Menschen betonten in ihren Äußerungen dankbar, wie sehr Ihnen der menschliche Kontakt zu Menschen hier und deren Unterstützung geholfen hat, sich hier zurecht zu finden und Gefühle von Einsamkeit und Verlorensein zu überwinden. Viele von Ihnen beteiligen sich jetzt aktiv an der Gestaltung des Begegnungshauses und des Quartiers.

Der Verein Poppenbüttel hilft e.V., wurde 2015 von Nachbarn der Unterkunft auf Initiative von Thomas Littmann gegründet und war wesentlich beteiligt am Aufbau und Betrieb des CVJM Begegnungshauses OHLE. Ziel war von Anfang an, den neu ankommenden Menschen aus fremden Kulturen wertschätzend zu begegnen und Möglichkeiten zu schaffen, sich gegenseitig kennen zu lernen und Schranken abzubauen. So wirkt Poppenbüttel hilft e.V. weiter einerseits unterstützend gegenüber geflüchteten Menschen bei Sprachförderung und Unterstützung in administrativen Fragen, andererseits aber auch durch Kulturarbeit in den Stadtteil hinein.Der um sich greifenden Fremndenfeindlichkeit sollte Menschlichkeit entgegengesetzt werden.

Hier klicken: Artikel aus der Wochenzeitung „MARKT“ 29./30.11.2025 als pdf-Datei

Zusammen und doch allein: Geflüchteten-Alltag in Hamburg

NDR Bericht vom 29.8.2025 über Integration in der Ohlendiekshöhe in Hamburg-Poppenbüttel

Link zum ausführlichen Bericht des NDR mit einem kurzen Filmbeitrag:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/zusammen-und-doch-allein-gefluechteten-alltag-in-hamburg,gefluechtete-144.html

Schreiben Sie uns gerne Ihre Meinung und Kommentare zum Bericht: E-Mail an Poppenbüttel Hilft e. V.

SPD/CDU/CSU einigen sich auf ein Sondierungspapier: Erhebliche Verschärfungen des Migrationsrechtes

Die Parteien CDU/CSU/SPD haben sich auf ein Sondierungspapier geeinigt. Es dient zur Vorbereitung von Gesprächen für eine Koalitionsvereinbarung. Im Bereich des Migrationsrechtes sind erhebliche Einschränkungen geplant. Wir dokumentieren den Wortlaut der Vereinbarung als Download.

Wortlaut des Sondierungspapiers zum Download

Der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Flüchtlingsfragen, Christian Stäblein, hat die Vereinbarungen von Union und SPD in der Asylpolitik kritisiert. „Das Sondierungspapier zeigt, dass die künftige Koalition in der Migrationspolitik umsetzen will, was die Union im Wahlkampf angekündigt hat: Familiennachzug aussetzen, Abschiebehaft ausweiten, humanitäre Aufnahmeprogramme überprüfen, Asylsuchende zurückweisen“, sagte der Berliner Bischof dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Menschlichkeit und Flüchtlingsschutz zählen offenbar immer weniger“, ergänzte er. Einzelheiten hier im Link.

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