24.3.2023: Die Götter von Molenbek

Film Finnland/Deutschland 2019. Regie: Reeta Huhtanen

Die finnische Dokumentaristin Reetta Huhtanen folgt Kindern aus dem Brüsseler Stadtteil Molenbeek, wie sie unter sich die Probleme der Welt besprechen.

Ob es Gott gibt? »Ich glaube ja, aber nur in Geschichten aus Finnland«, sagt Aatos am Anfang. Dort kommt seine Mutter her. Jetzt lebt er mit den Eltern im Brüsseler Stadtteil Molenbeek, der vor einigen Jahren als angebliche Brutstätte islamistischer Extremisten in schlechten Ruf geriet. Aatos’ bester Freund Amine glaubt an Allah. Die Jungen sind sechs Jahre alt und spielen gemeinsam Fußball im Hof. Mit der etwas älteren Flo macht Aatos Ausflüge in den Park, wo sie am Teichufer Brennnesseln pflücken und essen. In ihren Gesprächen geht es um die Welt an sich, den Tod, kulturelle Differenzen oder die Unendlichkeit.

Und um die Götter, von denen Aatos von Allah bis Thor (der Donnerhammer!) verschiedene durchprobiert und auch in Kostümen personifiziert. Für Hermes, den Götterboten, bastelt er sich zum weißen Griechenkittel mit Glanzspray Sandalen mit Flammenschwingen. Oder werden die Menschen verrückt, wenn sie an Gott glauben, wie es Flo sagt? Vielleicht ja. Denn dann kommen wirklich die Anschläge vom März 2016, die die philosophischen Fragen mit neuer Wucht an die Kinder herantragen. Auch die Mütter von Aatos und Amine gehören zu denen, die am Ort des Attentats Blumen niederlegen und in Molenbeek Solidarität demonstrieren. Die Spiele der Kinder sehen nach dieser Erfahrung anders aus. Doch der größte Einschnitt kommt, wenn Aatos mit seinen Eltern wieder nach Finnland fortzieht.

Großartig ist die Kamera von Hannu-Pekka Vitikainen, die immer die richtige Perspektive, Kadrage und Lichtstimmung findet. Dabei sind manche Auftritte offensichtlich für den Kamerablick inszeniert. Und dadurch, dass die anwesenden Erwachsenen oft nicht im Bild erscheinen, scheint die Lebenssituation der Kinder zwischen Klopapier-Schlachten und wilden Streifzügen auf der Straße beneidenswert frei. Doch im entscheidenden Moment sind die Mütter da, um Trost zu spenden.

Quelle: https://www.epd-film.de/filmkritiken/die-goetter-von-molenbeek

Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt Frei – Spenden erwünscht.

OHLE-Schaukasten wurde versetzt

Bisher stand der OHLE-Schaukasten “irgendo” im Ohlendieck. Jetzt wurde er mit Unterstützung von fördern & wohnen versetzt. Neuer Standort ist jetzt direkt vor der neuen Kita an der Ecke Ohlendiekshöhe/Ohlendiek. Wir hoffen, dass er dort von mehr Passanten und Anwohnerinnen und Anwohnern beachtet wird. Er steht jetzt etwas versetzt und zeigt fast wie ein Wegweiser zum OHLE.

Advent, Advent …

…so lautete der Titel unserer Veranstaltung am 2.12.2022.

Mit Geschichten, eigenen Texten und Adventsliedern haben wir den Abend gestaltet. Zur adventlichen Stimmung durften Punsch und Plätzchen nicht fehlen…
Unsere musikalischen Gäste waren Rolf Herbrechtsmeyer am Cello und am Klavier Olesia Melnyk. Alia erzählte wie sie Advent und Weihnachten erlebte, als sie 2016 nach Deutschland kam und sie las das Gedicht von James Krüss “Die Weihnachtsmaus” vor, Katinka einen Text aus der Sammlung “Der Andere Advent” und Anna die Kurzgeschichte über das Schenken von O. Henry, satirische Anmerkungen zum Advent kamen von Norbert.

Für Rolf und Olesia war es ihr erstes gemeinsames “spontane Konzert” im OHLE. Olesia ist mit ihrer Tochter Anastasia aus der Westukraine nach Deutschland geflohen. In der Ukraine arbeitete Olesia als Musiklehrerin. Rolf Herbrechtsmeyer spielt im Duo mit Tair Tulganov, Kontrabass. Das Duo wird im kommenden Jahr einen Abend im Rahmen unserer Kulturveranstaltungen im OHLE gestalten.

Die Schranke und das OHLE

Eine kleine Anmerkung zu einem nicht ganz kleinen Problem
(Verständnis für kleine Übertreibungen wird vorausgesetzt…)

Das OHLE-Begegnungshaus in Hamburg Poppenbüttel kennt nicht unbedingt jede und jeder in Hamburg. Doch ein Besuch lohnt sich allemal. Vom Ohlendieck führt der Weg in die Ohlendiekshöhe und dann geht es immer geradeaus bis zur Hausnummer Ohlendiekshöhe 24 a. Eigentlich ganz einfach. Für Fußgänger und Radfahrer eigentlich kein Problem. Aber das OHLE-Begegnungshaus ist ja ein Ort für Begegnungen und Kulturveranstaltungen und die Besucherinnen und Besucher einer Kultureinrichtung sind mitunter mit dem Auto unterwegs. Doch weit kommen sie nicht, denn eine Schranke verhindert die Zufahrt zu den Parkplätzen des OHLE.

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Ein Abend voller Geschichten im OHLE

„Lieb und teuer”
Ein Abend mit Theater und Musik

Dazu hatten wir das Playback Theater Hamburg Nordwest am Freitag, den 4.11.2022 in das OHLE eingeladen. Es war ein spannender und unterhaltsamer Abend im voll besetzten OHLE. Für das Playback Theater war es der erste öffentliche Auftritt nach der langen Pandemie Pause. Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren begeistert von dem gelungenen Abend.

Playbacktheater:
Playbacktheater ist eine besondere Form von Improvisationstheater, das in vielen Ländern der Welt gespielt wird. Wir, die Spieler_innen, hören zu, wie Menschen im Publikum erzählen: kleine und große Momente, Stimmungen, Geschichten. Wir spielen das Erzählte auf der Bühne, so dass Erzähler_innen und Publikum die Geschichten teilen, vielleicht sich selbst in den Geschichten der anderen finden. Bei einem Playbacktheater-Auftritt  können wir über fröhliche Erlebnisse gemeinsam mit anderen lachen.Schwierige Erlebnisse können wir noch einmal anders sehen und uns mit den Geschichten der anderen verbinden.


Begegnungshaus „OHLE“ in Poppenbüttel

Das größte Projekt, das unser Verein erfolgreich umgesetzt hat, ist der Bau des Begegnungshauses. Es steht auf dem Gelände des Neubaugebiets Ohlendiekshöhe. In diesem 2018 fertig gestellten Quartier wohnen Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte.

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Mitglieder unseres Vereins hatten schon 2015 die Idee, einen Ort zum Zusammenkommen, zum Austausch und zur Integration zu schaffen. Das Besondere daran ist, dass dieses 200 qm große Haus als Selbstbau-Projekt realisiert wurde: Freiwillige aus dem Quartier, unserem Verein und weitere Anwohner haben das Haus in einer (corona-bedingten verlängerten) Planungs- und Bauzeit von 5 Jahren unter professioneller Anleitung selbst gebaut.

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Nachdem Bodenplatte und Holzrahmen-Bau von Firmen erstellt worden waren, haben die Freiwilligen fast alle weiteren Arbeiten durchgeführt: die Außenverkleidung mit Holz, Verputzen, Zuschneiden und Streichen der Holzverkleidung für die Innenräume, Verkleiden und Streichen der Innenwände, Tadelakt-Arbeiten (ein ökologischer Wandputz), Fliesen zuschneiden, verlegen und verfugen, Parkettboden vorbereiten, verlegen, schleifen und ölen!

Das städtische Sozialunternehmen fördern & wohnen war Bauherr des Quartiers und des Begegnungshauses, der CVJM Oberalster ist der Betreiber des Hauses.

Am 21.8.2021 wurde das Begegnungshaus OHLE endlich offiziell und mit einem vielfältigen Programm eröffnet. Das OHLE beginnt jetzt mit Präsenzveranstaltungen und steht allen Bewohnern des Stadtteils offen. Die aktuellen Veranstaltungstermine stehen auf der Website vom Begegnungshaus OHLE.

Die Arbeitsgruppe Kultur vom Verein Poppenbüttel Hilft e. V. bietet regelmäßig Kulturveranstaltungen im OHLE an. Das Programm finden Sie auf dieser Website in der Rubrik Termine. Eingeladen sind die Mitglieder unseres Vereins, Bewohner*innen aus dem Quartier und aus dem Stadtteil.

Kommen Sie gern mal vorbei und sehen Sie sich um!


Volles OHLE gezaubert – Alle waren verzaubert

Am Freitagabend, 7. Oktober 2022 war der Zauberer Patrick Folkerts im OHLE zu Gast. Das OHLE war voll besetzt und die kleinen und großen Zuschauer und Zuschauerinnen ließen sich verzaubern. Patrick Folkerts ist es gelungen das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Bei den Zaubertricks waren alle begeistert mit dabei. Ein gelungener Unterhaltungsabend. Zur Internetseite von Patrick Folkerts: http://www.patrick-folkerts.de/

Märchen aus aller Welt…

….vom Arabisch Unterricht in die Welt der Märchen…Am 23.9.2022 war Birgit Ziermann zu Gast im OHLE. “Nasreddin, König, Bettelsmann – im Märchen trifft man alle an”, so lautete die Einladung für große und kleine Menschen. Es wurden Geschichten aus aller Welt erzählt. Die kleinen Besucherinnen und Besucher des Arabisch Unterrichtes im OHLE waren aufmerksame Zuhörerinnen und Zühörer bei der Märchenerzählerin. Doch auch einige Erwachsene hörten gebannt zu.

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