3. Juni 2022: Noah Land – Ein Film von Cenk Ertürk (2019)

Vater und Sohn geraten in einem türkischen Dorf in ein Geflecht aus Glauben und Gerüchten. Im Endstadium einer schweren Krankheit bittet Ibrahim seinen Sohn ihn in sein Heimatdorf zu begleiten. Er möchte dort unter einem Baum begraben werden, den er als Junge selbst gepflanzt hat. Vor Ort stellt sich heraus, dass der Baum inzwischen ein Heiligtum ist. Nach der Legende der Dorfbewohner stammt er von Noah kurz nach der Sintflut.

Linus Günther (Produzent): Noah Land hat mich von Beginn an sehr berührt. Zwar spielt es in der Türkei, doch ist es alles andere als eine regionale Geschichte. Cenk Erturk schafft es, in Noah Land viele existenzielle Fragen aufzuwerfen, ohne die meisten von ihnen auch nur einmal direkt auszusprechen. Sei es die Konfrontation mit der Familie und damit auch der eigenen Herkunft, der Zweifel am Glauben oder auch nur eine scheinbar banale Diskussion über Vegetarismus, wir kennen diese Auseinandersetzungen alle, sie sind Teil unseres Lebens.

Darüber hinaus erzählt Noah Land die Geschichte von Vater und Sohn, die anfangs nichts verbindet, doch die mit der Zeit bemerken, wie ähnlich sie sich sind und wie sehr sie einander brauchen. Gemeinsam kämpfen sie schließlich gegen den Protest der Dorfbewohner, ohne dabei zu merken, dass sie von einem ebenso irrationalen Glauben getrieben werden wie die Dorfbewohner. Manchmal ist es eben nur eine Frage der Perspektive.

Beginn: 19.30 Uhr – Eintritt frei

Mehr Infos über den Film: Oriental Night

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