Einladung: Vortrag und Diskussion

„Das Eigene und das Fremde“

„Wir ahnen, dass die deutsche Gesellschaft sich durch Migration stark verändern wird. Sich auf diese Veränderung einzulassen ist anstrengend, erzeugt Misstöne und Ressentiments und macht vielen [Einheimischen] Angst […]. Vertrautes, Selbstverständliches, soziale Gewohnheiten und kulturelle Traditionen: Das alles wird unsicher, geht gar verloren. Individuelle und kollektive Identitäten werden in Frage gestellt – durch das Fremde und die Fremden, die uns nahe gerückt sind, durch die Globalisierung, die offenen Grenzen, die Zuwanderer, die Flüchtlinge. Die Folge sind Entheimatungsängste, die sich in der Mobilisierung von Vorurteilen, in Wut und aggressivem Protest ausdrücken.“ (Wolfgang Thierse, FAZ, 19.4.2016)

Wie funktionieren diese oft unbewussten psychologischen Mechanismen? Woher kommen sie? Welchen Sinn haben sie für den Einzelnen und die Gesellschaft und wie können wir in modernen Gesellschaften konstruktiv damit umgehen?

Diesen und ähnlichen Fragen geht Dr. Martin Lindt, Psychotherapeut, Psychiater und Mediator in seinem Vortrag nach. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.

Mittwoch, 23. November 2016, 20:00 – 22:00 ,
Gemeindesaal der Marktkirche