Die ersten Flüchtlinge am Poppenbütteler Berg sind eingezogen

Im Verlauf der vergangenen und der laufenden Woche sind die ersten Flüchtlinge am Poppenbütteler Berg eingezogen. Nach Fertigstellung der beiden Wohnblöcke konnten insgesamt 120 Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Iran, Syrien und Eritrea ihre neuen Wohnungen beziehen, die rund zwei Jahre nach Planungsbeginn fertiggestellt wurden und ganz unterschiedliche Größen aufweisen. Als besonders positiv ist zu bewerten, dass das Sozialmanagement von „Fördern & Wohnen“, dem Träger und Investor der Einrichtung, von Beginn an vollzählig zur Stelle ist, um die vielen kleinen und großen Fragen von der Ausstattung der Wohnungen bis zur Ummeldung an der neuen Adresse hilfreich zu begleiten. Von den 120 zunächst eingezogenen Poppenbütteler Neubürgerinnen und Neubürger leben 30 in Wohngemeinschaften von einzeln Geflüchteten und 90 im Kreis ihrer Familien.

IMG_0761

„Poppenbüttel Hilft e.V.“ hat die neuen Nachbarn mit Blumen und einem in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Arabisch – abgefassten Stadtplan willkommen geheißen. Im Stadtplan werden alle relevanten Anlaufpunkte im Stadtteil dargestellt, von der Versorgung im medizinischen und pharmazeutischen Bereich über die Standorte der Schulen und Kindergärten bis hin zu den Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Ab der kommenden Woche wird „Poppenbüttel Hilft e.V.“ gemeinsam mit „Fördern & Wohnen“ einen wöchentlichen Jour Fixe anbieten, bei dem es um Hilfestellungen, Lösen von Problemen und Unterstützung bei der Ausstattung der Wohnungen gehen wird. Die Wohnungen sind zwar neu und gut geschnitten, weisen an Ausstattung mit Möbeln aber lediglich einen schmalen Schrank, ein Metallbett, einen Tisch für je vier Personen und einen Stuhl pro Bewohner auf. Es fehlen aber in allen Wohnungen Gardinen, um nur ein Beispiel zu nennen. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass aus dem Kreis der Poppenbütteler Bevölkerung bereits erste Angebote zur Unterstützung mit Möbeln eingehen. „Poppenbüttel Hilft e.V.“ wird in den nächsten Tagen zur Information eine Infotafel in der Einrichtung anbringen, auf der die Hilfsangebote kommuniziert werden.

IMG_0762

Ein jetzt schon absehbares Problem, das dringend einer kurzfristigen Lösung bedarf, ist die Frequenz der Busverbindung 176. Wir erwarten vom HVV, dass er unbürokratisch und schnell sowohl den zeitlichen Abstand zwischen den Fahrten verkürzt als auch die Busverbindung am Abend länger aufrechterhält. Von den Parteien der Bezirksversammlung Wandsbek ist dieses Thema während der Planungsphase bereits angesprochen worden; jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, auf eine zügige Umsetzung der Forderungen zu drängen.

Nach Auskunft von „Fördern & Wohnen“ wird der Bezug der Wohnungen von Flüchtlingen bis Anfang Februar 2018 abgeschlossen sein. Ab März werden die angrenzenden Sozialwohnungen bezogen werden und im August wird der Bezug der letzten freifinanzierten Wohnungen am Kramer Kray Weg abgeschlossen sein. Dann wird auch schon der Rohbau des Begegnungshauses stehen, das auf Initiative von „Poppenbüttel Hilft e.V.“ von Flüchtlingen, Studenten, Gewerbeschülern, Nachbarn und weiteren Unterstützern gemeinsam gebaut werden wird. Den in einem Wettbewerb prämierten Entwurf wird der Erste Bürgermeister Olaf Scholz bei seinem Begrüßungsbesuch am 30. November ab 11.30 Uhr vorstellen. Wir freuen uns darauf, diesen Anlass mit einer großen Zahl von Unterstützerinnen und Unterstützern feiern zu können.

IMG_0760